13. IAA-Rundbrief – Zusammenfassung

Im Frühjahrsbericht der Internationalen Arbeiter*innen-Assoziation (IAA) hat das Sekretariat erneut eine Vielzahl von Arbeitskämpfen dokumentiert, welche die Mitglieder der Gewerkschaftföderation in West- und Osteuropa, sowie in Australien veröffentlicht haben.

13. IAA-Rundbrief - Frühjahr 2017

Außerdem enthalten sind ein Bericht vom 26. IAA-Kongress in Warschau, dem zehnjährigen Bestehen der polnischen ZSP, sowie über anarchosyndikalistische Gemeindeorganisierung durch Mieter*innen-Organisationen, direkte Aktionen und gegenseitige Hilfe. Hier eine Zusammenfassung:
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Anarchosyndikalismus nach 1945 – ein kleiner Überblick

Mit dem militärischen Sieg der alliierten Staaten über den Nationalsozialismus und die faschistischen Regime in Italien und Japan kam eine breite Diskussion über die Notwendigkeit der Erneuerung gesellschaftlicher Grundlagen auf. Vor dem Hintergrund der öffentlichen Debatten über Entmilitarisierung, Demokratisierung und Föderalismus, sowie über die Verstaatlichung ganzer Wirtschaftsbereiche, wurde der aufkommende „Kalte Krieg“ zwischen dem östlichen Staatskommunismus in leninistischer Tradition und der – mehr oder weniger – ungeplanten Marktwirtschaft westlicher Art ins Zentrum gerückt.
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Köln: Hunderte demonstrieren gegen Abschiebungen

Nachdem erst vier Tage zuvor anlässlich des Besuchs des Bundespräsidenten eine illegale Spontankundgebung zum Thema „Willkommenskultur statt Abschiebekultur“ stattgefunden hatte, auf der dem Staatsoberhaupt eine Petition überreicht werden konnte, wurde am 29.06. erneut vor dem Kölner Hauptbahnhof für die Abschaffung aller Deportationen demonstriert.

Demo gegen Abschiebungen

Nicht nur gegen die geplanten – vorerst jedoch ausgesetzten – massenhaften „Rückführungen“ nach Afghanistan haben sich die ca. 300 Demonstrant*innen ausgesprochen, sondern gegen jede Form von Abschiebung.
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Kassel: Soziales Zentrum besetzt / Politische Stadtführungen

In Kassel wurde Anfang Juni 2017 in Ermangelung eines sozialen Zentrums, ein Haus namens „Villa Rühl“ besetzt. Baulich befindet sich eine
Halle mit Platz für ca. 120 Menschen im Anbaubereich, sowie ein Hof- und Gartengrundstück.

Soziales Zentrum \"Unsere Villa\" Kassel 2017

Wer/welche sich ein Bild machen möchte, geht auf youtube (https://www.youtube.com/watch?v=l6ESag88QmI) oder direkt auf die Webseite der Besetzer*innen (https://villakassel.wordpress.com/)

Dieser Text wurde sieben Tage nach Beginn der Besetzung geschrieben. Mittlerweile hat der Universitätspräsident gestern als Vertreter der Eigentümer Anzeige wegen Hausfriedensbruch gegen Unbekannt gestellt. Es ist daher erfahrungsgemäß damit zu rechnen, das in den kommenden Tagen „geräumt“ wird. Bemerkenswert ist, daß die lokale Presse sich nicht scheut, z.B. AfD-Forderungen zur sofortigen Räumung wiederzugeben, obwohl die Vetreter*innen dieser Fraktion in Kassel als extrem rechts gelten, seitdem diesbezüglich entsprechende Chatprotokolle veröffentlicht wurden.

Das Anarchosyndikalistische Netzwerk (ASN) – Gruppe Kassel – solidarisiert sich mit den Menschen in Kassel, die über die Aktionsform der Besetzung der „Villa Rühl“, ein Zeichen setzen und konkretes Handeln für einen geeigneten FreirAum und ein soziales Zentrum in Kassel zum Ausdruck bringen.
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Neuerscheinung: Schwarz-Rote Feder #7

In der aktuellen Ausgabe des unregelmäßig erscheinenden Magazins, herausgegeben vom Anarchosyndikalistischen Netzwerk (ASN), finden sich folgende Artikel:

- Anarchismus und Syndikalismus. Das Vorbild der CNT und ihr Dilemma

- Anarchosyndikalismus: Altes Phänomen und Zukunftsvision

- Vergessene Diskussionen. Das Erbe des Anarchosyndikalismus befragen

- Anarchosyndikalismus nach 1945. Ein kleiner Überblick

- Vorläufige Prinzipienerklärung des ASN Kassel

Download der Bildschirmversion als PDF (3,2 MB)

Schwarz-Rote Feder, Nr.7 (Titel)

Bisherige Ausgaben:
http://asn.blogsport.de/download/schwarz-rote-feder/