Archiv der Kategorie 'Soziale Kämpfe'

Kassel: Soziales Zentrum besetzt / Politische Stadtführungen

In Kassel wurde Anfang Juni 2017 in Ermangelung eines sozialen Zentrums, ein Haus namens „Villa Rühl“ besetzt. Baulich befindet sich eine
Halle mit Platz für ca. 120 Menschen im Anbaubereich, sowie ein Hof- und Gartengrundstück.

Soziales Zentrum \"Unsere Villa\" Kassel 2017

Wer/welche sich ein Bild machen möchte, geht auf youtube (https://www.youtube.com/watch?v=l6ESag88QmI) oder direkt auf die Webseite der Besetzer*innen (https://villakassel.wordpress.com/)

Dieser Text wurde sieben Tage nach Beginn der Besetzung geschrieben. Mittlerweile hat der Universitätspräsident gestern als Vertreter der Eigentümer Anzeige wegen Hausfriedensbruch gegen Unbekannt gestellt. Es ist daher erfahrungsgemäß damit zu rechnen, das in den kommenden Tagen „geräumt“ wird. Bemerkenswert ist, daß die lokale Presse sich nicht scheut, z.B. AfD-Forderungen zur sofortigen Räumung wiederzugeben, obwohl die Vetreter*innen dieser Fraktion in Kassel als extrem rechts gelten, seitdem diesbezüglich entsprechende Chatprotokolle veröffentlicht wurden.

Das Anarchosyndikalistische Netzwerk (ASN) – Gruppe Kassel – solidarisiert sich mit den Menschen in Kassel, die über die Aktionsform der Besetzung der „Villa Rühl“, ein Zeichen setzen und konkretes Handeln für einen geeigneten FreirAum und ein soziales Zentrum in Kassel zum Ausdruck bringen.
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Köln: „Das Problem heißt Verdrängung“ (Demo 17.06.)

Das Anarcho-Syndikalistische Netzwerk Köln unterstützt den Aufruf des neu gegründeten Bündnisses „Stadtpolitische Vernetzung“ zu einer Demonstration unter dem Motto „Das Problem heißt Verdrängung“.

Als Anarchosyndikalist*innen kämpfen wir für das Grundrecht auf Wohnen und kulturelle Freiräume, auch angesichts hoher Mieten und niedriger Löhne. Das kommerzielle Eigentum an Boden und die Spekulation mit Wohnraum führen dazu, dass die Rechte der Menschen niedriger gewertet werden als das Profitinteresse einiger Weniger. Für uns ist daher der Aufbau nachbarschaftlicher Solidarität ebenso wichtig, wie gewerkschaftliche Selbstverwaltung.

Kommt am Sa 17.06. um 16 Uhr zum Bauwagenplatz „Wem gehört die Welt“ (Krefelder Str./Innere Kanalstr.) und beteiligt euch an der Demo zum Autonomen Zentrum (Luxemburger Str. 93).

Tanzdemo 17.06.2017

Neues aus der IAA – Mai 2017

Aktuelle Meldungen aus der Internationalen Arbeiter*innen-Assoziation (IAA):

Spanien: Repression statt Lohn bei Culset

Die Gewerkschafter*innen der CNT-IAA in Albacete protestieren gegen den Frucht- und Gemüsehändler Culset. Obwohl ein Gericht bereits die Kündigung für unrechtmäßig und die Lohnforderungen bestätigt hat, versucht das Unternehmen mit rechtlichen Mitteln gegen die Gewerkschaft vorzugehen. Daher haben die Genoss*innen nun beschlossen, ihre Aktionen auch auf die wichtigsten Kund*innen von Culset auszuweiten und diese zum Boykott aufzurufen (http://cntab.blogspot.de).

Protest der CNT-IAA Albacete 2017

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Polen: Arbeitskampf bei POLOmarket geht weiter

Die Proteste der Gewerkschaft ZSP-IAA im mehreren polnischen Stäten werden fortgesetzt, da die Arbeitsbedingungen in der Discounter-Kette immernoch nicht verbessert wurden. Die Arbeiter*innen kämpfen gemeinsam mit ehemaligen Kolleg*innen für Abfindungen und ein Ende der Schikanen durch das Unternehmen. Die Firma steht schon länger in der Kritik wegen Mängeln bei Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit. Außerdem verweigert das MAnagement jegliche Verhandlungen mit der ZSP-IAA. Daher war bereits an einem landweiten Aktionstag (02.05.) vor mehreren Filialen protestiert worden (http://zsp.net.pl/polomarket-protests-take-center-stage-during-national-day-protests).

ZSP-IAA protestiert bei POLOmarket 2017

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Britannien: Erfolg im Mieterkampf (SF-IAA)

In Brighton unterstützt die Gewerkschaft Solidarity Federation einen Mieter beim Kampf um die Verbesserung der Wohnsituation. Die Stadtverwaltung als Vermieterin weigerte sich seit Jahren, dringend nötige Reparaturarbeiten an Fenstern und Dämmng durchzuführen und ließ die Räume weiter verfallen.
Nach ergebnislosem Schriftwechsel besuchte eine Gruppe Gewerkschafter*innen in einer Direkten Aktion die Verantwortlichen im Stadtrat, verteilten Flugblätter und konnten im persönlichen Gespräch erreichen, dass die Forderungen des sehbehinderten Mieters nun endlich erfüllt werden.
(http://www.brightonsolfed.org.uk/brighton/tenant-demands-repairs-after-council-neglect)

CreativeCommons (BY-NC): Anarcho-Syndikalistisches Netzwerk (ASN Köln)

Quelle:
http://anarchosyndikalismus.blogsport.de/2017/05/14/neues-aus-der-iaa-mai-2017/

Vortrag: Commons und Kommune (22.06.)

Im Rahmen der 3. Libertären Wochen in Köln findet eine weitere Veranstaltung des ASN statt:

Do 22.06., 19 Uhr, Autonomes Zentrum, Luxemburger Str. 97:
„Commons und Kommune – gemeinsam wirtschaften“

Wie könnte die kollektive Produktion von Gemeingütern uns von der kapitalistischen Warenwirtschaft befreien helfen?
Und kann der Aufbau (bzw. Erhalt) von lokalen, aber überregional föderierten Gemeinschaften in Richtung freiheitlicher Kommunismus führen?

(Vortrag mit Diskussion)

Eintritt frei!

IAA: Erster Mai und libertäre Arbeiter*innen-Bewegung

Erklärung des Sekretariats der Internationalen Arbeiter*innen-Assoziation:

Jedes Jahr am Ersten Mai erinnern wir an die Geschichte von Arbeiter*innen im Kampf für den 8-Stunden-Tag, dem Hintergrund für diesen Feiertag. Dieser Kampf ist immernoch aktuell. Die materiellen Bedingungen der Arbeiter*innen-Klasse sind vielerorts katastrophal und der 8-Stunden-Tag bleibt immernoch ein unerreichtes Ziel. Nicht nur weil er noch nicht vorhanden ist, sondern weil viele Leute einfach von dem Verdienst aus acht Stunden nicht leben können.

Aber dort, wo anständige Bedingungen durch geschichtliche Kämpfe durchgesetzt werden konnten, wurden diese Errungenschaften oft durch kapitalistische Rückschläge wieder zunichte gemacht. Hunderte Millionen von Arbeiter*innen leben in Stress und Angst wegen ihrer unsicheren Lage und sind oft nicht mal in der Lage ihre lebensnotwendigen Grundbedürfnisse zu erlangen – geschweige denn die Früchte ihrer Arbeit genießen zu können.

Happy Mayday!

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