Archiv der Kategorie 'Arbeitskämpfe'

Neues aus der IAA – Mai 2017

Aktuelle Meldungen aus der Internationalen Arbeiter*innen-Assoziation (IAA):

Spanien: Repression statt Lohn bei Culset

Die Gewerkschafter*innen der CNT-IAA in Albacete protestieren gegen den Frucht- und Gemüsehändler Culset. Obwohl ein Gericht bereits die Kündigung für unrechtmäßig und die Lohnforderungen bestätigt hat, versucht das Unternehmen mit rechtlichen Mitteln gegen die Gewerkschaft vorzugehen. Daher haben die Genoss*innen nun beschlossen, ihre Aktionen auch auf die wichtigsten Kund*innen von Culset auszuweiten und diese zum Boykott aufzurufen (http://cntab.blogspot.de).

Protest der CNT-IAA Albacete 2017

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Polen: Arbeitskampf bei POLOmarket geht weiter

Die Proteste der Gewerkschaft ZSP-IAA im mehreren polnischen Stäten werden fortgesetzt, da die Arbeitsbedingungen in der Discounter-Kette immernoch nicht verbessert wurden. Die Arbeiter*innen kämpfen gemeinsam mit ehemaligen Kolleg*innen für Abfindungen und ein Ende der Schikanen durch das Unternehmen. Die Firma steht schon länger in der Kritik wegen Mängeln bei Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit. Außerdem verweigert das MAnagement jegliche Verhandlungen mit der ZSP-IAA. Daher war bereits an einem landweiten Aktionstag (02.05.) vor mehreren Filialen protestiert worden (http://zsp.net.pl/polomarket-protests-take-center-stage-during-national-day-protests).

ZSP-IAA protestiert bei POLOmarket 2017

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Britannien: Erfolg im Mieterkampf (SF-IAA)

In Brighton unterstützt die Gewerkschaft Solidarity Federation einen Mieter beim Kampf um die Verbesserung der Wohnsituation. Die Stadtverwaltung als Vermieterin weigerte sich seit Jahren, dringend nötige Reparaturarbeiten an Fenstern und Dämmng durchzuführen und ließ die Räume weiter verfallen.
Nach ergebnislosem Schriftwechsel besuchte eine Gruppe Gewerkschafter*innen in einer Direkten Aktion die Verantwortlichen im Stadtrat, verteilten Flugblätter und konnten im persönlichen Gespräch erreichen, dass die Forderungen des sehbehinderten Mieters nun endlich erfüllt werden.
(http://www.brightonsolfed.org.uk/brighton/tenant-demands-repairs-after-council-neglect)

CreativeCommons (BY-NC): Anarcho-Syndikalistisches Netzwerk (ASN Köln)

Quelle:
http://anarchosyndikalismus.blogsport.de/2017/05/14/neues-aus-der-iaa-mai-2017/

Erster Mai in Köln/Bonn

Auf dem Kölner Heumarkt fand wieder das alljährliche DGB-Straßenfest statt, diesmal mit einem gemeinsamen Büchertisch des Anarchistischen Forums Köln und des Anarcho-Syndikalistischen Netzwerk (ASN Köln).

Trotz Dauerregen kamen viele neue Interessierte und alte Bekannte zum Stand. um sich zu informieren und auszutauschen. Neben vielfältiger anarchistischer Literatur in Farsi, Arabisch und Kurdisch, sowie mehrsprachigen Arbeitsrecht-Infos, wurden auch deutschsprachige Zeitschriften und das vorläufige Mai-Programm der 3. Libertären Wochen verteilt.

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Vortrag: Arbeit macht krank?

Vortrag im Rahmen der 3. Libertären Wochen in Köln:

„Arbeit macht krank?
Gemeinsam gegen Stress und Diskriminierung“
Fr. 05.05., 19 Uhr,
Autonomes Zentrum (Infoladen)

Luxemburger Str. 97, Köln-Süd (U18: Eifelwall)

Wie können prekäre Bedingungen, zunehmender Leistungsdruck und unfaire Behandlung am Arbeitsplatz verhindert werden und welches Risiko für körperlich-seelische Krankheiten besteht? Zwar sind wir als Arbeiter*innen davon ganz unterschiedlich betroffen, doch welche Wege zum solidarischen Widerstand gegen Ausbeutung und Unterdrückung können wir gemeinsam gehen?

Die Veranstaltung bezieht sich auf das diesjährige Motto des weltweiten Arbeitsschutz-Aktionstags Workers‘ Memorial Day: „Unsicher und unfair – Diskriminierung am Arbeitsplatz schadet uns allen“
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Prag: Internationales Treffen zu Arbeitskämpfen

Bericht der Priama akcia (PA-IAA) über ein internationales Treffen von Gruppen, die an Arbeitskämpfen beteiligt sind:

Am Samstag, 18. März 2017, haben sich anarchosyndikalistische Gruppen im autonomen Zentrum Klinika in der tschechischen Hauptstadt Prag vorgestellt. Die Veranstaltung wurde organisiert von dem Prager Solidaritätsnetzwerk Solis.

Internationale Konferenz zu Arbeitskämpfen (Prag 2017)

Die Redner*innen kamen von Solis, dem litauischen Solidaritätsnetzwerk „Gyvenimas per brangus“ (GPB) („Das Leben ist zu teuer“) und dem tschechischen Solidaritätsnetzwerk „Chceme bydlet!“ (Wir wollen Wohnraum“), sowie von zwei Sektionen der Internationalen Arbeiter*innen-Assoziation (ZSP und PA). Hierbei möchten wir Solis für die Einladung und Durchführung der Veranstaltung danken. Hier sind einige unserer Beobachtungen:

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Neues aus der IAA – März 2017

Bulgarien:

Die bulgarischen Arbeiter*innen bei Picadilly, einem der größten Einzelhandelsunternehmen des Landes, haben landesweit einen wilden Streik organisiert und werden dabei von der anarchosyndikalistischen „Autonomen Arbeiter*innen-Gewerkschaft“ (ARS-IAA) unterstützt.

Protestaktion der ARS-IAA

Außerdem beteiligte sich die ARS-IAA am 24.03. an einer Blockade der Firmenzentrale von MAX Telecom in Sofia gemeinsam mit ehemaligen Arbeiter*innen, die die sofortige Auszahlung der ausstehenden Löhne für alle 150 Kolleg*innen fordern.
(Video)

Polen:

Auch der Arbeitskampf bei der polnischen Post weiter geführt: Das Management versucht mit Repressionen und Kündigungen gegen die aktiven Arbeiter*innen vorzugehen, um weitere Betriebskämpfe zu verhindern. Eine selbstorganisierte Basisbewegung von hunderten Post-Arbeiter*innen hatte Mitte März mit dezentralen Aktionen ihre Forderungen nach Lohnerhöhung und regionaler Umstrukturiereung bekräftigt.

Polen: Post-Protest


Serbien:

Anlässlich des 18. Jahrestages des NATO-Angriffs von 1999 hat die Anarchosyndikalistische Initiative (ASI-IAA) an die imperialistischen Kriegsverbrechen erinnert. Bereits im letzten Jahr hatten sie mit einer Protestaktion auf die blutige Geschichte dieser illegalen Intervention verwiesen.(Video)

Anfang März hat die ASI-IAA mit einer Sprayaktion gegen den faschistischen Polizeiterror der lokalen Ordnungskräfte protestiert, der letzten Sommer zum Tod von Vladan Marinkovic auf dem Vidikovačkoj-Markt geführt hatte (Video).

Portugal:

Die Anarchosyndikalist*innen der AIT-SP berichten von einer brutalen Polizeirazzia am 15.03. in einer Sozialwohnungssiedlung im Lissaboner Vorort Queluz. Dabei soll es durch die Staatsmacht zu rassistischen und sexistischen Übergriffen gekommen sein als auch Senior*innen, Kinder und ein*e Anwält*in der Polizeigewalt ausgesetzt wurden. Vorwand für den gewaltsamen Einsatz war eine Durchsuchung nach einem Fahrraddiebstahl. Die Bewohner*innen berichteten gegenüber dem unabhängigen Nachrichtenmagazin Mapa in Interviews.

Portugal: Razzia in Sozialwohnungsblock

Britannien:

Das medizinisches Personal in britischen Krankenhäusern soll demnächst den Migrationsstatus von Patient*innen überprüfen. Gegen diese rassistische Politik spricht sich die anarchosyndikalistische Solidarity Federation (SF-IAA) aus und fordert mit einer Plakatkampagne „Gesundheitsleistungen für alle“.

SF-IAA: Gesundheitsleistungen für alle

CreativeCommons (BY-NC): Anarcho-Syndikalistisches Netzwerk (ASN), http://asn.blogsport.de