ASN Kassel: August 2017

Der Documenta – Friedensaktivist Hans Eitle ist wieder in der Presse. Der 63-jährige Mann aus Bad Zwesten war im Juni vom Sicherheitsdienst der Documenta des Friedrichsplatzes verwiesen worden, weil er am Parthenon mit einem Schild gegen den Kasseler Panzerbauer „Krauss-Maffei-Wegmann“ protestiert hatte.

Dieser Vorfall sorgte für viel Empörung, später entschuldigte sich die Documenta bei dem Friedensaktivisten. Mit seinem Protest wollte er darauf aufmerksam machen wie die Stadt Kassel vom Krieg geprägt worden sei. Einerseits wurde die Stadt 1943 bei den Bombenangriffen in Schutt und Asche gelegt, andererseits baut hier noch heute der Rüstungs-Industriebauer Panzerteile für den Leopard zwei. Hans Eitles Webseite heißt http://weltohnewaffen.wordpress.com


Am 8.9.2017 ab 13:00 Uhr in der Wolfhager Straße 28-38 in Kassel trifft sich die „Aktion Block war“ – sie will die Rüstungsindustrie in Kassel friedlich stören. Weitere Infos finden sich unter https://block-war.blogspot.de

Die Documenta 14 macht auf das Leid durch Waffengewalt aufmerksam. Wenige Meter daneben produziert die Kasseler Rüstungsindustrie stillschweigend Kriegswaffen in Serie und verkauft sie in die ganze Welt. Krauss-Maffei-Wegmann, Rheinmetall und Project-System & Management sind in Kassel ansässige Firmen. Panzer aus Kassel wurden in Syrien von der Terrormiliz IS erbeutet und rasten beim Putschversuch in der Türkei in Demonstrationen. In der Türkei will Rheinmetall gleich eine ganze Panzerfabrik bauen. Mit der Aktion zivilen Ungehorsam am 8. September soll sich der skrupellosen Profitgier der größten Konzerne und den verantwortungslosen Exportgenehmigung der Bundesregierung widersetzt werden.

Das ASN Kassel ist solidarisch mit dem Anliegen und den teilnehmenden Menschen dieser Aktion.

Block War