Archiv für Juni 2017

Köln: Hunderte demonstrieren gegen Abschiebungen

Nachdem erst vier Tage zuvor anlässlich des Besuchs des Bundespräsidenten eine illegale Spontankundgebung zum Thema „Willkommenskultur statt Abschiebekultur“ stattgefunden hatte, auf der dem Staatsoberhaupt eine Petition überreicht werden konnte, wurde am 29.06. erneut vor dem Kölner Hauptbahnhof für die Abschaffung aller Deportationen demonstriert.

Demo gegen Abschiebungen

Nicht nur gegen die geplanten – vorerst jedoch ausgesetzten – massenhaften „Rückführungen“ nach Afghanistan haben sich die ca. 300 Demonstrant*innen ausgesprochen, sondern gegen jede Form von Abschiebung.
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Kassel: Soziales Zentrum besetzt / Politische Stadtführungen

In Kassel wurde Anfang Juni 2017 in Ermangelung eines sozialen Zentrums, ein Haus namens „Villa Rühl“ besetzt. Baulich befindet sich eine
Halle mit Platz für ca. 120 Menschen im Anbaubereich, sowie ein Hof- und Gartengrundstück.

Soziales Zentrum \"Unsere Villa\" Kassel 2017

Wer/welche sich ein Bild machen möchte, geht auf youtube (https://www.youtube.com/watch?v=l6ESag88QmI) oder direkt auf die Webseite der Besetzer*innen (https://villakassel.wordpress.com/)

Dieser Text wurde sieben Tage nach Beginn der Besetzung geschrieben. Mittlerweile hat der Universitätspräsident gestern als Vertreter der Eigentümer Anzeige wegen Hausfriedensbruch gegen Unbekannt gestellt. Es ist daher erfahrungsgemäß damit zu rechnen, das in den kommenden Tagen „geräumt“ wird. Bemerkenswert ist, daß die lokale Presse sich nicht scheut, z.B. AfD-Forderungen zur sofortigen Räumung wiederzugeben, obwohl die Vetreter*innen dieser Fraktion in Kassel als extrem rechts gelten, seitdem diesbezüglich entsprechende Chatprotokolle veröffentlicht wurden.

Das Anarchosyndikalistische Netzwerk (ASN) – Gruppe Kassel – solidarisiert sich mit den Menschen in Kassel, die über die Aktionsform der Besetzung der „Villa Rühl“, ein Zeichen setzen und konkretes Handeln für einen geeigneten FreirAum und ein soziales Zentrum in Kassel zum Ausdruck bringen.
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Schwarz-Rote Feder #7

In der aktuellen Ausgabe des unregelmäßig erscheinenden Magazins, herausgegeben vom Anarchosyndikalistischen Netzwerk (ASN), finden sich folgende Artikel:

- Anarchismus und Syndikalismus. Das Vorbild der CNT und ihr Dilemma

- Anarchosyndikalismus: Altes Phänomen und Zukunftsvision

- Vergessene Diskussionen. Das Erbe des Anarchosyndikalismus befragen

- Anarchosyndikalismus nach 1945. Ein kleiner Überblick

- Vorläufige Prinzipienerklärung des ASN Kassel

Download der Bildschirmversion als PDF (3,2 MB)

Schwarz-Rote Feder, Nr.7 (Titel)

Bisherige Ausgaben:
http://asn.blogsport.de/download/schwarz-rote-feder/

Weitere Broschüren auf http://asn.blogsport.de/download/broschueren/

Niederlande: ASB und ASN beim Pfingstcamp

Wie im letzten Jahr gab es auch bei den diesjährigen Pinksterlanddagen im friesischen Appelscha eine Zusammenarbeit von deutschen und niederländischen Anarchosyndikalist*innen.

Der gemeinsame Büchertisch des Anarcho-Syndicalistische Bond (ASB) aus Amsterdam mit dem ASN Köln präsentierte Aufkleber, Broschüren, Flugblätter und Magazine, wie z.B. die neue Ausgabe der Schwarz-Roten Feder.

Darüber hinaus wurde gemeinsam ein Vortrag über „Commons und Kommune“ organisiert, bei dem es um die theoretischen und praktischen Möglichkeiten der kollektiven Produktion und Verteilung von Gemeingütern in lokalen Solidaritätsstrukturen im Sinne des freiheitlichen Kommunismus ging.

Das Pfingstcamp, welches seit 1933 auf dem antimilitaristischen und drogenfreien Campingplatz „Tot Vrijheidsbezinning“ stattfindet, bietet jedes Jahr eine Vielzahl von Vorträgen, Workshops und Diskussionen, welche in einer familienfreundlichen Umgebung stattfinden. Ergänzt durch ein buntes Kulturprogramm und zahlreiche Bücherstände ist dieses niederländische Treffen mit vielen internationalen Gästen immer wieder eine Inspiriration für feministische, ökologische, pazifistische, syndikalistische und andere Anarchist*innen.

Pinksterlanddagen Appelscha 2017

ASB und ASN Appelscha 2017

ASN Köln

CreativeCommons: BY-NC (Anarcho-Syndikalistisches Netzwerk, http://asn.blogsport.de)

Köln: „Das Problem heißt Verdrängung“ (Demo 17.06.)

Das Anarcho-Syndikalistische Netzwerk Köln unterstützt den Aufruf des neu gegründeten Bündnisses „Stadtpolitische Vernetzung“ zu einer Demonstration unter dem Motto „Das Problem heißt Verdrängung“.

Als Anarchosyndikalist*innen kämpfen wir für das Grundrecht auf Wohnen und kulturelle Freiräume, auch angesichts hoher Mieten und niedriger Löhne. Das kommerzielle Eigentum an Boden und die Spekulation mit Wohnraum führen dazu, dass die Rechte der Menschen niedriger gewertet werden als das Profitinteresse einiger Weniger. Für uns ist daher der Aufbau nachbarschaftlicher Solidarität ebenso wichtig, wie gewerkschaftliche Selbstverwaltung.

Kommt am Sa 17.06. um 16 Uhr zum Bauwagenplatz „Wem gehört die Welt“ (Krefelder Str./Innere Kanalstr.) und beteiligt euch an der Demo zum Autonomen Zentrum (Luxemburger Str. 93).

Tanzdemo 17.06.2017